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Die Sache mit dem Club – Wenn Youtube-Luca seinen Willen nicht bekommt

Anmerkung: Dieser Kommentar und Satirische-Unterton spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider.

Was ist denn da auf YouTube los? Warum heult sich ein YouTuber vor seinem fast 4 Millionen Abonnenten aus, und was hat ein Club in Düsseldorf damit zu tun?

Fangen wir mal von vorne an. Der YouTuber ConCrafter | LUCA mit 3.7 Millionen Abonnenten auf YouTube und 2,4 Millionen auf Instagram gehört zu den erfolgreichsten seiner Art. Sein Content ist allerdings nichts für Leute mit Qualitätsansprüchen und spricht eher eine sehr junge Zielgruppe an. Wahrscheinlich hat er auch deswegen eine eigene Pizzasorte bei REWE bekommen, bei der Vegetarier „den Schinken von der Pizza ja runternehmen können“.

Luca geht es also blendend. Ab und an will er allerdings auch mal Feiern gehen. Scheinbar ist er es auch gewohnt, dass der ein oder andere Club ihm mit „VIP-Gebührenden Respekt“ entgegenkommt. So unter anderem das Bootshaus in Köln, wo er auch schon mal an der Warteschlange vorbei und in der „coolen“ VIP-Area die Nacht verbringen kann.

Na ja, das ist ja alles schön und gut. Jedem Club ist die Umgangsweise mit so einer „Persönlichkeit“ selber überlassen. Sicher ist es nicht einfach, wenn ständig Leute einen erkennen und Selfies mit einem machen wollen und man lieber in der VIP-Area seine Ruhe haben will. Denn so Selfie-Aktionen werden sicher noch anstrengender, um so höher bei diesen Personen der Alkohol- oder andere Pegel sind.

Luca hat sich vor ein paar Tagen allerdings in einem 13 Minuten Video über einen Club in Düsseldorf ausgekotzt, der Ihm nicht nach seinen Vorstellungen mit dem entsprechenden VIP-Respekt behandelt hat. OK, die ersten 3 Minuten, wurde erst einmal über eine Bekannte abgelästert (häää??) und dann ging es um die Aktion des Clubs.

Dieser hat sich nämlich in den weinenden Augen von Luca total unprofessionell und arrogant verhalten, weil dieser sein cooles Influencer-Angebot nicht wahrnehmen wollte. Denn Luca hatte sich über sein Management die Mobilnummer besorgen lassen und schrieb den Club über WhatsApp an.

Darin wollte er Gästeliste für 4 Leute, einen Tisch in der VIP-Area und eine Flasche (whatever?). Alles aufs Haus. Als Gegenleistung bot Luca dem Club an, 3 Instagram Story Videos zu posten. Denn laut seinen Angaben würden diese bis zu 200.000 Leute sehen.

Der Club allerdings meinte, dass sein Laden auch ohne seine Posts gut laufen und er ja wohl nicht schlecht verdienen würde, um die 150 Euro selbst aufzubringen.

Oh ha. Das triggerte den Luca allerdings so hart, dass er eben jenes 13 Minuten Video machen musste, um sich darüber auszukotzen, wie arrogant und unprofessionell dies alles sei. Das Dumme daran ist nur, dass der liebe Luca in so einer beschränkten Influencer-Blase lebt, das er sich mit dem Video selber bloßstellte. Denn wenn eines dabei hart zum Vorschein kam, dann ist es seine eigene gelebte Arroganz und die Vorstellung davon, dass ihm alles in den Arsch geblasen wird. Denn laut eigener Aussage geht er dann lieber in einen anderen Club, der mit seinem Angebot klar kommt. Dann soll er mal.

Ich persönlich und auch viele andere, die auf diese Story reagiert haben, feiern die Antwort des Clubs. Vor allem auch deshalb, weil Luca schon in der Vergangenheit immer wieder durch Überheblichkeit aufgefallen war. Hätte Luca die Absage des Clubs einfach hingenommen, hätte niemand davon erfahren. Aber Luca musste es ja aufblasen und sich als das arme Opfer inszenieren. Kann man machen. Das Echo hallt allerdings immer noch durch YouTube und weit darüber hinaus.

Hoffentlich schwappt solches Verhalten nicht weiter rüber in die Technoszene. Wobei... wenn ich mir so manche Bühne auf Festivals anschaue, wo eine Horde mit dem Smartphone filmende und Dauerselfies machende Feier-VIPs sich präsentieren, dann haben wir leicht andere Problematiken.

YouTube-Direktlink: An den Club – ConCrafter | LUCA

Über den Autor

Grille

Über den Autor: Er ist der kreative Kopf hinter der Frankfurter Toxic Family und ist als Künstler und Veranstalter seit Jahren im Rhein-Main-Gebiet aktiv. Hier auf toxicfamily.de schreibt und berichtet er vor allem über seine Leidenschaft zur elektronischen Musik und der Club- und Event-Szene. Einmal in der Woche meldet er sich im Newsletter der Toxic Family, auch schon mal etwas persönlicher zu Wort.

1 Kommentar

  1. Avatar

    Ich bin schon so alt, bei uns hießen Influencer noch Schnorrer. Die Ignoranz von diesem Alphakevin ist einerseits ganz witzig, auf der anderen Seite wohl aber auch eine Diagnose, die viel über die modernen Zeiten aussagt.

Los, schreibe einen Kommentar.

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