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MOMEM – Das Technomuseum hat Probleme

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Was ist denn da schon wieder los. Vor ziemlich genau einem Jahr wurde feierlich der Schlüssel den Initiatoren des Momem zu den Räumen an der Hauptwache übergeben. Doch nun steht das Vorhaben ein Techno Museum im Frankfurt zu eröffnen auf der Kippe, denn die CDU und Grünen verweigern die Anschubfinanzierung.

Die Anschubfinanzierung beträgt 500 000 Euro

Scheinbar ist Anschubfinanzierung, bei bei den zuständigen politischen Stellen, nicht ganz auf dem Schirm gewesen . So berichtet die Frankfurter Rundschau:

„Wir haben jetzt erst erfahren, dass das Momem eine Anschubfinanzierung in Höhe von 500 000 Euro haben will“, sagt Thomas Dürbeck, der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion. Eine halbe Million Euro sei eine Menge Geld, gerade auch, weil die Stadt schon die Mietfreiheit zugesagt habe. Die CDU habe zwar unter dem früheren Kulturdezernenten Felix Semmelroth (CDU) das Momem mitgetragen. Aber eine Anschubfinanzierung in dieser Höhe trage sie nicht mehr mit. „Wir haben in der Fraktion dagegen gestimmt“, sagt Dürbeck, und lässt einen Vorwurf durchblicken. „Das Momem hätte diese Summe von Anfang an kommunizieren sollen.“

Die Grünen im Römer verträten dieselbe Position, sagt Dürbeck, sie lehnten die Anschubfinanzierung ebenfalls ab. Sebastian Popp, der Fraktionschef der Grünen, war am Wochenende für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Quelle: www.fr.de

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Momem-Macher Alex Azary sieht dies etwas anders und sagte „Die Frage der Anschubfinanzierung ist nicht neu“. Nun wird die Römer-Koalition über die Anschubfinanzierung verhandeln. Mit einem Ergebnis kann man aber vermutlich erst nach den Sommerferien rechnen. Sollte es zu Einigung kommen würde der Umbau der Räume beginnen, sowie das Einrichten der Ausstellungsarchitektur. Ein für September geplantes Pre-Opening wird sich aber wohl wegen der andauernden Verhandlungen bis Jahresende verschieben. Eine Eröffnung gäbe es dann im nächsten Jahr.

Hoffen wir, das sich hier die Politik mit den Machern einigen kann. Auch wenn das Museum ein Privat-Projekt ist, so stellt das Vorhaben im Kontext des historischen Gewichts und der Rolle Frankfurts darin, ein wichtiges kulturelles Anliegen dar und sollte entsprechend von der Politik mehr gefördert werden. Den am Ende dürfte Frankfurt mit solch einem Museum, auch weit über die Grenzen hinaus, für positive Effekte sorgen.

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Über den Autor

Grille

Über den Autor: Er ist der kreative Kopf hinter der Frankfurter Toxic Family und ist als Künstler und Veranstalter seit Jahren im Rhein-Main-Gebiet aktiv. Hier auf toxicfamily.de schreibt und berichtet er vor allem über seine Leidenschaft zur elektronischen Musik und der Club- und Event-Szene. Einmal in der Woche meldet er sich im Newsletter der Toxic Family, auch schon mal etwas persönlicher zu Wort.

1 Kommentar

  1. Avatar

    Puh…500k ist tatsächlich n ganz schöner Batzen Geld. Vor allem im kulturellen Bereich, der sowieso chronisch knapp bei Kasse ist. Ich verstehe, dass man sich schwer damit tut, die Kohle in eine Idee zu versenken, wenn man sie besser damit auch mehrere verschiedene Projekte unterstützen kann.

Los, schreibe einen Kommentar.

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