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10 Jahre kein TV – Es geht auch ohne

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Dorthin geht die Reise

Rückblickend auf die 10 Jahre ohne TV kann ich nur sagen, ich habe keinen einzigen Tag das Fernsehprogramm vermisst. Die Dauerberieselung die früher stattfand wurde durch Musik, allerdings nicht aus dem Radio, ersetzt und der Fernseher wird nur noch für mein Mediacenter oder zum Zocken genutzt.

Die frühere Verlustangst ich könnte im TV etwas verpassen, die ist komplett verschwunden. Im Zeitalter digitalen Medienangebote der Internetprovider oder anderer Plattformen, ist es beruhigend zu wissen, dass man nichts aus der Serienwelt verpasst und dazu noch die Freiheit hat selber zu entscheiden, wann man etwas schaut.

Der Teil von Programmen mit Formaten, wo es eh nur darum geht Menschen vorzuführen, auf die konnte ich schon immer verzichten. Interessante Berichte oder Dokus sind dafür meist in den Mediatheken abrufbar. Somit steht nach Lust und Laune immer noch viel zur Verfügung, was als Heimat die Fernsehlandschaft hat.

Überhaupt habe ich im Laufe der Jahre in meinem Leben auch zu mehr Ruhe gefunden. Denn das Fehlen der Ablenkung, Dauerberieselung und Beeinflussung aus der Klotze hat mich verändert. Ich konsumiere nun bewusster und recherchiere auch mal in verschiedene Richtungen, wenn mich etwas interessiert. Ich nehme mir mehr Zeit für Inhalte auch aus alternativen Quellen und ich bin durchaus kritischer geworden.

Mit den Inhalten aus dem Netz z.B. aus Youtube und Co. habe ich mir mein ganz eigenes Programm per Abbonieren diverser Channels zusammengestellt, was ich abrufen kann, wenn mir danach ist. Mittlerweile habe ich so ein tägliches Programm, was ich zur Abendstunde schaue. Da ist dann neben meinen Nerdstuff auch Politik und Weltgeschehen dabei und so bleibe ich recht gut im Bilde, was auf diesem Planeten gerade passiert.

TV wird sicher nicht so schnell aussterben, doch die nachrückenden Generationen, die jetzt schon mehr Youtube als TV schauen, werden den Ausbau in die digitalen Netze und deren Angeboten verstärken. Denn dies ist die Zukunft für eine selbstbewusste Zielgruppe, die sich Ihr Programm gerne selbst zusammenstellt und auf Abruf schauen möchte.

In den 10 Jahren hat sich das digitale Angebot schon um ein vielfaches erweitert und der Ausbau mit schnelleren Internet hat selbst HD-Material salonfähig gemacht. Entwicklungen die ich begrüße und meinen Drang nach Selbstbestimmung unterstützen. Auch wenn viele Streamingangebote noch nicht ausgereift und die Preisgestaltung oft verwirrend sind, so wächst der Markt und somit auch die Weiterenwicklung. Spätestens wenn Netflix mit einem vielleicht ähnlich guten Angebot, wie in den Staaten, auch in Deutschland Einzug hält, könnte dies der nächste große Step sein.

niofkfocDie ersten Anzeichen wie sich die Zukunft bei Inhalten entwickelt und in welche Richtung es gehen könnte sind bereits zu erkennen. So produziert Amazon mittlerweile auch Serien und lässt die User sogar mitentscheiden, was in Produktion gehen soll. In den USA produziert zudem Netflix mit Serien wie “House of Cards” bereits jetzt schon Hits fürs Internet. Und ein “Game of Thrones” stellt regelmäßig Rekorde auf, wenn es um legale, aber auch illegale Downloads oder Streams geht.

Doch auch abseits der kostenpflichtigen Angebote bieten unendlich viele Fanprojekte und engagierte Filmkünstler, die sich nur über das Internet vertreiben jede Menge coole Clips und Kurzfilme auf den unterschiedlichsten Videoplattformen, die sich vor großen Produktionen nicht verstecken müssen und für beste Unterhaltung sorgen können.

Ich bin sehr gespannt in wie weit die Internetcommunity solche Entwicklungen weiter vorantreiben wird. Denn wenn man sich mal umschaut, was in 10 Jahren alles gewachsen ist, dann lässt dies viel Potenzial für die Zukunft erhoffen.

Zum Schluss möchte ich sagen, dass ich mit diesem Artikel niemanden bekehren möchte, aber ich möchte aufzeigen, dass man ganz gut ohne RTL und Co. kann. Von Einigen aus meinem Umfeld weiß ich auch, dass ich nicht alleine, mit meiner Einstellung und der bewussten Verweigerung des Fernsehprogramms bin. Vielleicht bringe ich ja dennoch ein paar von Euch zum nachdenken oder bewussteren Fernsehen.

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Über den Autor

Grille

Über den Autor: Er ist der kreative Kopf hinter der Frankfurter Toxic Family und ist als Künstler und Veranstalter seit Jahren im Rhein-Main-Gebiet aktiv. Hier auf toxicfamily.de schreibt und berichtet er vor allem über seine Leidenschaft zur elektronischen Musik und der Club- und Event-Szene. Einmal in der Woche meldet er sich im Newsletter der Toxic Family, auch schon mal etwas persönlicher zu Wort.

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