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10 Jahre kein TV – Es geht auch ohne

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Unbehagliches Brodeln

toc3vlsnDenn es geht schon lange nicht mehr ausschließlich nur um die privaten Sender und ihr zum Teil unterirdisches Angebot. Es geht auch um die öffentlich Rechtlichen, die sich in den letzten 10 Jahren mehr als nur einen Schnitzer erlaubt haben und dies auch immer häufiger tun. Gerade wenn es um mein 2. liebstes Hobby das Gaming ging, war von objektiver Berichterstattung oft nichts zu merken. Auch die Gleichschaltung in der Berichterstattung, wenn es um Politik oder Weltgeschehen geht war immer öfters zu spüren und machte mich sehr oft wütend.

Neben den mittlerweile schon zum Teil gleichgeschalteten, verfälschten oder populistischen Beiträgen bietet das öffentlich Rechtliche mitunter auch banalste Unterhaltung für seine Zwangsgebühr, die ich mir nicht antun muss. Es ist schon ein schieres Wunder das Formate die stark politisch, satirisch bis zuweilen sogar kritisch aufklärend sind, wie Neues aus der Anstalt (seit neustem „Die Anstalt“), Intensivstation, Heute Show oder Extra3 auf den öffentlich rechtlichen Sendern zu Hause sein dürfen. Es gibt natürlich auch weitere gute Formate auf diesen Sendern, doch die Verfehlungen in Bereichen der Information, wie auch Unterhaltung hat stark zugenommen und dies zeigt Fernsehkritik TV eben auch sehr deutlich auf und bestätigt auch meinen Eindruck.

d8ironvpWir Ihr sehen könnt stehe ich dem Fernsehen zum Teil mehr als kritisch gegenüber und ja niemand kann uns davor schützen, dass wir aus dem TV oder auch aus anderen Quellen Müll serviert bekommen. Doch, dass ich 10 Jahre ohne TV glücklich bin hat nur bedingt damit zu tun, dass ich dem TV nicht mehr traue.

Es ist viel mehr diese ganze Banalität und das gewollte Appellieren an niedere Instinkte bei vielen Sendungen, welches ich nicht vertrage und einfach nur noch zum Kotzen fand. Wenn ich mal zu Besuch bei meinen Eltern bin und die Klotze läuft, dann kommen spätestens beim ersten Werbeblock alle Antipathien in mir wieder hoch. Es ist wirklich eine Art inneres, negativ aggressives Brodeln und eine unbehagliche Unruhe, die ich dann verspüre.

Früher lief der Fernseher aus Langeweile einfach immer im Hintergrund mit. Ohne hinzuschauen konnte man anhand der ersten Klänge erkennen ob es sich um Werbung für Damenbinden, Yoghurette oder der T-Aktie handelte. Und auch jetzt wenn ich bei meinen Eltern sitze und die Werbung sehe, stelle ich fest, dass die Spots auch heute noch zu meist beschissen und ekelhaft aufdringlich sind. Oft ist die Anbiederung der Produktwerbung so mit dem Holzhammer, dass es schmerzt. Nur selten blitzt mal eine Werbung mit kokettem Witz auf und hebt sich von der Masse positiv ab und wird damit zur Unterhaltung.

Das Schlimme ist, dass wenn ich am Rechner sitze und Youtube schaue, eben jene nervig beschissene Werbung am Anfang bei manchem Clip angezeigt wird. Dann bekomme ich wieder dieses Gefühl, wie wenn ich bei meinen Eltern sitze und ich drücke so schnell wie es nur geht den “Skip Add” Button.

Zum Glück bleibe ich von diesen Werbeeinblendungen beim meinem Add on für Youtube auf meinem Mediacenter bisher verschont. Aber ich befürchte, dies wird nicht immer so bleiben.

Über den Autor

Grille

Über den Autor: Er ist der kreative Kopf hinter der Frankfurter Toxic Family und ist als Künstler und Veranstalter seit Jahren im Rhein-Main-Gebiet aktiv. Hier auf toxicfamily.de schreibt und berichtet er vor allem über seine Leidenschaft zur elektronischen Musik und der Club- und Event-Szene. Einmal in der Woche meldet er sich im Newsletter der Toxic Family, auch schon mal etwas persönlicher zu Wort.

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