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Du kommst hier net rein…

Anmerkung: Dieser Kommentar spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider.

Es ist eine Sache, die es seit Anbeginn der Zunft der Türsteher gibt. Das gemeine „Du kommst hier net rein“.

Ich erinnere mich, als der Türsteher am Sonntagmorgen mich einfach nicht ins Dorian Gray zur Afterhour lassen wollte. Dabei war ich immer freitags da. Welch bodenlose Ungerechtigkeit, da ich doch praktisch Stammgast war. Wie kann der nur. Mich den „Feierkönig“ einfach nicht rein lassen. Zum Glück war mein Ego kräftig genug diese Schmach wegzustecken. Wer weiß, ob ich nicht heute noch schimpfen würde…

Andere stecken es leider nicht so leicht weg und in Zeiten der öffentlichen Kommunikation (z.B. Facebook) gibt es dann schon mal den ein oder anderen verbalen Ausbruch unter der Gürtellinie, der eigentlich nur belegt, dass der Türsteher recht hatte, so einen weniger gut erzogenen Gast abzuweisen.

Im Fall von besonders beliebten Veranstaltungen, mit zusätzlichem eigenem Charakter, kann es dann bei entsprechendem Großansturm auch schon mal mehr Leute treffen. Dann auch schon mal welche, die es eigentlich gar nicht verdient haben abgewiesen zu werden. In jedem Fall sollte man es, solange der Türsteher nicht den Fehler macht beleidigend in Form seiner Begründung zu werden, nicht persönlich nehmen. Das typische „sorry heute nicht“ oder „heute passt es nicht“ ist wohl am neutralsten und dann kann man dies auch schweren Herzen akzeptieren.

Ich kam nicht ins Tanzhaus West

Als Veranstalter hat man nur bedingt eine direkte Einflussnahme auf diese Dinge. Aber eine gute Kommunikation mit der Tür über das zu erwartende Publikum kann hilfreich sein.

Doch letztendlich ist jeder Club darauf bedacht „seine Zielgruppe“ in den Club zu lassen, denn nur so wird auch die Harmonie im Club gewahrt. Dies zumindest ist die grobe Umschreibung der Zielsetzung.

Dass die Zielgruppe je nach Veranstaltung variieren kann ist irgendwo verständlich. So haben nun mal Hardtechno, House, Techno oder Drum´n´Bass zum Teil unterschiedliches Publikum. Sicher auch mit Schnittmengen, doch auch regelmäßige Veranstaltungskonzepte kann verschiedenstes Publikum anziehen. So hat eine Klangdynamik  zum Teil anderes Publikum, als die Move und die wiederrum andere als die Urban Breaks auf der Tanzfläche.

Kollateralschaden bei Abweisungen an der Tür gab es immer, vor allem wenn der Ansturm bei einer Veranstaltung so immens ist, dass bald schon eh keiner mehr in den Club passt. Man muss es also irgendwie an der Tür regeln. Ob man will oder nicht. Es geht gar nicht anders.

So sind es also meist 2 Dinge, um die es geht. Dass das Publikum miteinander kann und die Party von der Fülle noch Spaß macht. Sardinen in der Büchse haben nämlich auch keinen Platz zum Tanzen. Soviel zum immer mal wieder aufkommenden Thema. Denn die nächste Party kommt bestimmt.

Euer Grille

Über den Autor

Grille

Über den Autor: Er ist der kreative Kopf hinter der Frankfurter Toxic Family und ist als Künstler und Veranstalter seit Jahren im Rhein-Main-Gebiet aktiv. Hier auf toxicfamily.de schreibt und berichtet er vor allem über seine Leidenschaft zur elektronischen Musik und der Club- und Event-Szene. Einmal in der Woche meldet er sich im Newsletter der Toxic Family, auch schon mal etwas persönlicher zu Wort.

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