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Disclaimer: Alle hier aufgeführten Informationen und Grafiken stammen von den jeweiligen Veranstaltern. Wir können keinerlei Gewähr für die Aktualität und Richtigkeit der Angaben übernehmen.

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Tanzhaus West (Frankfurt)

28. November 2015 | 23:00

Eintritt: 16€

12 Jahre Tanzhaus West

Die zwölf ist eine besondere Zahl. Sie symbolisiert das Ganze und steht in vielen Kulturen für Vollkommenheit. Zwölf Monate ergeben ein Jahr und die Tierkreiszeichen. Zwölf Stunden bilden das Zifferblatt. Für uns ist die Zahl deshalb so bedeutsam, weil die Uhr seit der Eröffnung des Tanzhaus schon so oft auf fünf vor zwölf stand, das wir selbst diese kritische Uhrzeit inzwischen liebgewonnen haben und es sowieso immer dann am lustigsten wird, wenn es dreizehn schlägt. Wir denken kurz zurück – für eine Sekunde vielleicht – selbst ein klein wenig überrascht, wie weit wir es doch eigentlich gebracht haben und richten den Blick nach vorn. Wir feiern auch diesen Geburtstag so, wie wir es am besten können: Indem wir auf unseren Floors ein bombiges Line-up von großartigen Acts zünden und genüsslich beobachten, wie die alt-ehrwürdigen Tanzhaus-Wände mit den stundenlangen Eruptionen zurecht kommen. Artists, die wir für ihren Sound ebenso bewundern, wie für die Philosophie und Attitüde mit der sie diesen präsentieren. Residents, Freunde und Weggefährten, die uns mit ihrer Auswahl und ihrem Standing seit Jahren auf Trab und (nicht nur) diese Stadt in Bewegung halten. Holy shit! Wir sind zwölf. Eine Dosis Dutzend, bitte!

Manchmal hilft gerade der Schutz einer Maske, das Innerste nach Außen zu kehren. Redshape hat die Anonymität zum künstlerischen Prinzip erhoben. Zwar ist der Mann mit der roten Maske lange kein unbeschriebenes Blatt mehr, trotzdem aber noch immer ein Mysterium. Seit Jahren feilt er in akribischer Detailarbeit an seiner modernen Interpretation von Detroit-Techno. Der Name seines Labels Present verdeutlicht die Philosophie, das Erbe der Motorcity in die Gegenwart zu transportieren. Dabei produziert der Perfektionist Redshape seine Tracks düster und trocken, legt größten Wert darauf, dass jeder verwendete Sound seinen ganz eigenen Charakter entfaltet und erzielt mit vergleichsweise einfachen Strukturen maximale Wirkung. Sowohl mit seinen Veröffentlichungen auf Delsin und Running Back und vor allen Dingen auch mit seinen unwiderstehlichen Livesets. Sein letztes bei uns ist uns noch in bester Erinnerung. Mit dem Auftritt von The Black Madonna geht für uns ein weiterer Geburtstagswunsch in Erfüllung, der schon lange auf unserem Zettel stand. Genau wie die Wurzeln des Tanzhaus, geht auch die musikalische Sozialisation von The Black Madonna aka Maria Stemper weit zurück in Hochzeit der DIY-Kultur und der illegalen Raves auf denen sie in den 90ern Mixtapes verkaufte. Seit vielen Jahren ist sie für das Programm und Booking der Chicagoer Smart Bar, einem der wichtigsten Clubs in der Windy City bekannt. Wie viele andere Artists dort oder in Detroit teilt sie das paradoxe Schicksal in Europa bekannter zu sein als in den Geburtsstätten von Techno und House. Sie nutzt ihre Popularität, um sich auch abseits des Dancefloors Gehör zu den wichtigen Themen der Clubkultur zu verschaffen. Tief beeindruckt hat uns ihr dieses Jahr veröffentlichtes Manifest, in dem nochmals den Wertekanon der Techno- und Houseszene vor ihrem Feministischen Background definiert und sich weiter für eine stärkere Präsenz von Frauen in der Szene stark macht. Erst kürzlich veröffentlichte sie im Mixmag eine Liste von 20 Frauen, die einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der elektronischen Musik geleistet haben. In ihren DJ-Sets spannt sie weite Bögen von House, Italo- und Disco bis Techno. Eines der vielen Zeugnisse davon ist ihr Set in Tim Sweeneys Beats in Space Radiosendung vergangenes Jahr. Es wurde auf Resident Advisor unter die 10 wichtigsten digital verfügbaren Mixe des Jahres 2014 gewählt.

Wenn sich ein Liveact oder eine Band nach einer Stadt oder einem Land benennt kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass sie eben nicht von dort stammt. Aber merke auch: keine Regel ohne Ausnahme. Das Duo Of Norway stammt tatsächlich aus Oslo. Das „Of“ in ihrem Namen ist trotzdem nicht als Hinweis auf ihre Labelheimat zu verstehen. Seit vielen Jahren veröffentlichen die beiden Norweger ihre Tracks auf dem Offenbacher Label Connaisseur Recordings, das seit mittlerweile zehn Jahren bestätigt, dass es dem selbstgewähltem Namen absolut gerecht wird. Connaisseur war immer wieder der Startpunkt großer Karrieren im House-Zirkus. Vergangenes Jahr veröffentlichten Of Norway dort ihr Album-Debüt Accretion, bei dem Chris Lynch und Vegard Wolf Dyvik die ganze Bandbreite ihres Könnens entfalten konnten. Von warmen Basslines, deepen Harmonien zu rauer und kantiger funkyness steckt in dem Album alles drin, was auch die Livesets der beiden kennzeichnet. Jüngst haben die beiden auch ihren ersten erfolgreichen Veröffentlichungsausflug auf Skint gemacht und sind damit neuerdings auch Label-Kollegen von Fat Boy Slim. Ecken und Kanten, eine große Vielseitigkeit, rotzigen Attitüde und Edginess sind die Merkmale, die die Sets von Morgan Hammer kennzeichnen. Anfang des Jahres bei der Winter Thänk You hatte uns die französische Ausnahmekünstlerin auf einen wilden Ritt auf düsteren Wave-Nummern, schmutzigen Elektro-Beats über Nu-Disco Harmonien und durch verschwurbelte Acid-Loop-Tunnel genommen. Wie sie selbst sagt, kann sie gar nicht anders, als den ganz großen Bogen über quer über Genres zu spannen. Und das ist auch gut so! Auf dem Schweizer Label Relish fand sie eine Heimat für ihren eigenen Produktionsoutput, ihre transatlantischen Produktionskooperationen mit Lokier oder Zombies in Miami (die – zurück zur Regel- natürlich nicht aus Miami stammen) führten zu weiteren vielbeachteten Veröffentlichungen wie der Levitacion EP.

Redshape live [running back, present] The Black Madonna [smart bar | chicago] Of Norway live [connaisseur rec., darkroom dubs] Morgan Hammer [optimo] Chris Wood [freebase] Peter Schumann [katermukke, platte international] Bo Irion [dora brilliant] Cloak [void] Anselm [void] DJ Slowhand [tagedieb] Franziska Berns [dora brilliant] Miriam Schulte [kiss the eclipse] Jermaine Dotson [electric grooves] Steffen Scheuermann live [gutleut] Grille [toxic family] Drag & Drop [we are together] Jonas Noack [colours] Dica [diffus] Stefan X [blackfish rec.] Suse [bembelterror]

Link: Event auf Facebook
Aktion: 3×2 Gästelisteplätze

Veranstaltungsort

Tanzhaus West (Frankfurt)
Gutleutstraße 294
Frankfurt am Main, 60327 Germany

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