Themenabend bei Arte – 30 Jahre Techno

30 Jahre sind es bereits her, seit Techno seinen Siegeszug im Musikgenre begonnen hatte. Passend zu diesem Jubiläum lässt Arte am 21. September gleich einen ganzen Themenabend springen. Dieser wird aus 3 Beiträgen bestehen und ist jedem Fan elektronischer Musik ans Herz zu legen. Hier im Überblick, was Euch erwartet. Wer es nicht schafft den Themenabend direkt im TV zu verfolgen, der hat bis 19.12.2018 in der Mediathek von Arte  Zeit, die Sachen kostenlos nachzuholen.

21. September 2018 – 22:45 Uhr
„Tracks“-Techno-Spezial

Diese Woche dreht sich bei „Tracks“ alles um Techno. Mit Special-Guest Nina Kraviz schauen wir in die beiden Wiegen des Techno, Detroit und Berlin. Wir zeigen Politisches mit DJ La Fraicheur. Wir erkunden die Auseinandersetzung rund um Techno in Georgien. Und wir zeigen euch, wie das Kunst-Duo Block9 jährlich beim Glastonbury Festival 50.000 Menschen zum Tanzen bringt.

  • Special Guest: Nina Kraviz – In der globalen, zumeist männlich dominierten DJ-Szene ist die in Sibirien geborene Nina Kraviz eine Ausnahmeerscheinung. Und das nicht, weil sie eine Frau ist. Bei uns führt Nina Kraviz durch das Clubkultur-Special.
  • Detroit – Berlin: Wie Techno eine Stadt verändert – Warum konnte Techno zwar in Detroit entstehen, aber erst in Berlin zum Sound einer ganzen Jugend- und Clubkultur werden? Was hat der Techno-Hype aus Berlin gemacht? Und sind Technoclubs wirklich die Antwort auf den riesigen Leerstand in Detroits früheren Industriebezirken?
  • Block9 bringen Club-Kunst auf die Festivals – Mit seinen legendären Clubbing-Kunst-Installationen beeindruckt das britische Duo Block9 seit einigen Jahren das Glastonbury-Publikum: Einmal im Jahr verwandeln Gideon Berger und Steve Gallagher ein einfaches Feld in Somerset z. B. in ein chinesisches Rotlichtviertel oder verfrachten U-Bahn-Waggons in Pappmaché-Hochhäuser. Dazwischen tanzen an einem Wochenende 50.000 Besucher zu Underground-DJs.
  • Protest-Raves in Tiflis – Während Techno mancherorts längst für stumpfen Hedonismus steht, steht der Rave in Tiflis für eine neue politische Protestkultur. Nach einer Polizei-Razzia im Techno-Club Bassiani, dem “Berghain Georgiens” im Mai 2018 formiert sich vor dem Parlament spontan eine Demonstration mit über 10.000 Menschen.
  • Politischer Techno von La Fraicheur – Die französische DJane und Produzentin La Fraicheur hat sich in der queeren Berliner Clubszene längst einen Namen gemacht. Dabei bleibt ihre Musik politisch.
  • Giant Swan – Eigentlich als spaßiges Nebenprojekt ihrer Band The Naturals entstanden, sind Giant Swan inzwischen mehr auf Tour als ihre Hauptband und spielen in Techno-Tempeln wie dem Berliner Tresor und in schwitzigen Punkrock-Kellern.

Link: Tracks Techno-Spezial

21. September 2018 – 23:45 Uhr
„30 Jahre Techno in Berlin“

Im Funkhaus Berlin findet das erste generationsübergreifende Techno-Festival statt und ARTE Concert ist live dabei. Zwölf Stunden lang werden die Gründer der Berliner Techno-Szene wie Westbam, DJ Rush und Mijk van Dijk mit jungen internationalen Star-DJs wie Nina Kraviz auf zwei Floors gleichzeitig auflegen und gemeinsam feiern.
Berlin gilt als eine der wichtigsten internationalen Techno-Metropolen. Aus diesem Grund findet am 14. September 2018 im Funkhaus Berlin das erste generationsübergreifende Techno-Festival statt und ARTE Concert ist live dabei. Dass Berlin ein Magnet für DJs aus der ganzen Welt ist, zeigt das Line-up: Internationale und Berliner DJ-Größen treffen hier aufeinander, um 30 Jahre Berliner Club-Kultur zu feiern. Zwölf Stunden lang werden die Gründer der Berliner Techno-Szene wie Westbam, DJ Rush, Mijk van Dijk und Tanith mit den jungen internationalen Star-DJs wie Nina Kraviz, Antigone und Mor Elian auf zwei Floors gleichzeitig auflegen, sich teilweise erstmals austauschen und gemeinsam feiern.

In der Nacht des 14. September zeigt ARTE Concert die DJ Sets im Livestream auf concert.arte.tv Am 21. September 2018 zeigt ARTE im TV die Höhepunkte dieser einzigartigen Nacht mit DJ-Sets und einmaligen Begegnungen und Interviews zwischen den Generationen der Techno-Szene. Moderiert wird die Sendung von Hadnet Tesfai. Unter anderem mit: Nina Kraviz, Westbam, Steffi, DJ Rush, Nene H, Radio Slave, Mathew Jonson, Electric Indigo, Mor Elian, Underground Resistance (UR), Miss Kittin, DJ Hell, Jennifer Cardini, Cassegrain, Tanith, Acid Maria, Lakuti, Gudrun Gut, Mijk van Djik, Thomas Fehlmann und viele mehr.

Link: 30 Jahre Techno in Berlin

21. September 2018 – 00:30 Uhr
„Denk ich an Deutschland in der Nacht“

Der Ton spielt in diesem Dokumentarfilm über die elektronische Subkultur Deutschlands eine besondere Rolle: Filmemacher Romuald Karmakar zeigt DJs und Musiker wie Sonja Moonear, Ricardo Villalobos, Roman Flügel, Move D und Ata Macias, die einen größeren musikalischen Ansatz verfolgen, als nur den nächsten Dancetrack auf den Markt zu werfen.“Denk ich an Deutschland in der Nacht / Dann bin ich um den Schlaf gebracht“, so beginnen die „Nachtgedanken“ von Heinrich Heine. Und so hat auch Romuald Karmakar seinen Film über die Technoszene in Deutschland genannt, weil Schlaflosigkeit ein Kennzeichen der durchtanzten und durchfeierten Nächte und der Clubkultur ist. Der Filmemacher hat mit den DJs und Musikern Sonja Moonear, Ricardo Villalobos, Roman Flügel, Move D und Ata Macias ganz besondere Protagonisten vor die Kamera geholt, die einen größeren musikalischen Ansatz verfolgen, als nur den nächsten Dancetrack auf den Markt zu werfen. Der Heidelberger David Moufang, in der Szene als Move D bekannt, entwickelt spontan aus seinen Kindheitserinnerungen eine ganze Kosmologie der Musik. Die Genferin Sonja Moonear erklärt mit Hilfe ihrer eigenen Erfahrungen als Clubgängerin die Länder und Generationen verbindende Kraft elektronischer Tanzmusik – und wie der Calvinismus die musikalische Entwicklung in ihrer Heimat behindert hat. Der Frankfurter Ata Macias erinnert sich daran, wie ihn die Musik von Kraftwerk und die Platten eines schwarzen GIs aus der Nachbarschaft geprägt haben und wie sich die Entwicklung der Clubmusik in Deutschland und den USA gegenseitig beeinflusst hat. Alle Protagonisten sind seit den 1990er Jahren im Geschäft, mit entsprechend weitem Horizont sprechen sie über sich, ihre Subkultur und die Entwicklung der elektronischen Musik in Deutschland.Link: Denk ich an Deutschland in der Nacht

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