Die ultimative Top 10 der Top 10 mit Techno & Co.

Wir lieben Top 10 Listen. Oh ja wir würden sogar mit einer schlafen, wenn wir könnten. Da dies aber leider aus anatomischer Sicht nicht möglich ist, befriedigen wir uns hier mit der Ultimativen Top 10. Der Top 10 der Top 10, die irgendwas mit Techno, Clubs & Co. zu tun haben. Los geht’s.

1 – Top 10 der teuersten Headliner, die Ihr Geld nicht wert sind

Die Big-Names der Szene sind nicht nur Big, sondern auch teuer. Sogar die Mittel-Big-Names und die Pseudo-Big-Names, alle wollen sie richtig Asche. Die Bookingagentur hält natürlich auch das Händchen auf. Dazu am Besten die Fahrt- bzw Fliegkosten, 5 Sterne Hotel, den Champagner oder den Spezial-Vodka aus Kartoffeln gemacht, angebaut in einem kleinen nicht auf der Landkarte verzeichneten Dorf in Süd-Ost Sibirien. Alles Highclass mit Schirmchen oben drauf. Von Koks und Nutten fangen wir gar nicht erst an. Da kommen schon ein paar Nullen zusammen. Aber ist der Headliner so viel Geld wirklich wert? Spielt er all das in die Kasse wieder ein? Muss man den Eintrittspreis astronomisch erhöhen? Und ist sein Sound am Ende immer noch so gut wie erwartet, oder war der Lokal-DJ vor und nach ihm, mal wieder besser?

2 – Top 10 der Städte, die früher am Puls und nun am Arsch der Technoszene sind

Die 90s. Was waren das für Zeiten. Jeder konnte sich mit Techno neu erfinden und seiner Kreativität freien Lauf lassen. Egal ob bei Klamotten, Produktionen, Flyern oder Veranstaltungen. In den Brennpunkten diverser Großstädte entstanden Stadtlegenden rund um die Subkultur Techno. 20 Jahre später, bleibt bei vielen dieser Städte nichts mehr davon übrig. Techno ist nicht tot, aber eben da angekommen wo alles landen, wenn es mehr um Kohle geht, aber immer weniger um die Idee. Clubs sterben schneller wie Eintagsfliegen und Subkultur fördert kaum noch eine Stadt und die Politik schon gar nicht. Das Publikum oft aber auch nicht. Da ist das Selfie mit dem Headliner im Hintergrund wichtiger als dessen Musik oder die Action auf der Tanzfläche. Dieses verhält sich eh oft wie der Freier, der immer nur die selben Dame aufsucht. Entwicklung der eigenen Szene wird so verhindert. Und Städte mit mehr Freiheit im Nachtleben haben eh mehr Puls, der Rest hat mehr Arsch.

3 – Top 10 der Clubs mit der härtesten Tür, weil geschlossen

Es gibt Clubs, in die kommt man nur mit Glück oder nur schwer hinein. Die einen lassen mit künstlichen Warteschlangen demonstrativ zeigen, wie hip der Laden gerad angesagt ist, bevor er dann bald wieder zu macht. Bei anderen Clubs muss man bei einer “Wichtigmuschi” eine bescheuerte Quiz-Show über sich ergehen lassen. “Warum bist Du denn allein da? Hast Du schon mal was von Techno gehört? Weißt Du überhaupt, wer heute hinter der Theke die Drinks mixt?” Na ja, so fragen eben. Dann sind da noch die Türsteher. Der Endboss am Eingang zum Club. Ja, es kann schon hart sein, um in einen Club zu gelangen. Aber die härteste Tür überhaupt haben immer noch die Clubs, die bereits geschlossen wurden. Da ist dann wirklich Game Over. R.I.P. Omen, Dorian Gray, Stammheim, U60311, Monza, Vinylbar/Bar99 und und und…

4 – Top 10 der Städte, wo im Club die Kassierer mehr verdient als der lokal DJ

Das Headliner teuer sind hatten wir ja schon. Aber da wo der Mega-Star-DJ so viel kostet, da muss man wo anders Kosten sparen. Umverteilung halt. Daher kann es schon sein, das der Lokal-DJ mit weniger an Gage nach Hause geht als der Kassierer mit Lohn. Mindestlohn bei DJs gibt es nicht. Der DJ versteht sich als Künstler und zur Not lebt der von der Hand in den Mund. Daher merke, umso teurer der Headliner, umso weniger bekommt der Lokal-DJ. Da es denen aber meist noch nicht mal so um die Kohle geht, hat man ja noch mal Glück gehabt. Denn sonst könnt man ja auch nicht ständig so teuere Bookings machen. Denn sonst kommt ja wieder keiner. Ach man, ein Teufelskreis.

5 – Top 10 der Djs mit der besten Musik, aber auf dem kleinsten Floor

Ach wie schön sind die Partys in Clubs mit mehreren Floors. Perfekt, um abwechslungsreiche Musik zu hören und für jeden ist etwas dabei. Scheisse nur, wenn überall derselbe langweilige Rotz läuft. Wie kann das nur sein, dass ein und der selbe DJ auf fasst allen Floors gleichzeitig spielt? Aber Moment, da ist ja dieser kleine Minifloor und jedes Mal wenn Du dort vorbei kommst gefällt Dir die Musik am allerbesten. Und dann fällt Dir ein, dass war bei Deinem letzten Besuch im Club auch schon so und das Mal davor, und davor und davor.

6 – Top 10 der Liveacts mit dem meisten Equipment, was nur toll aussehen muss

Es ist schon was spezielles wenn der Lieblingskünstler mit seinen Geräten auf der Bühne steht und live sein Bestes gibt. Jeder Fader der geschoben, jeder Knopf der gedrückt und jeder Potti der gedreht wird spürt man sofort. Und dann sind da die Anderen. Hauptsache mal Equipment aufgebaut, damit es ausschaut wie auf Raumschiff Enterprise. Doch dieses muss nur schön aussehen und vor sich hinleuchten und blinken. Das lenkt nämlich davon ab, dass letztendlich nur Ableton mit fertigen Spuren und eine Maus benutzt werden. Das ist wie, wenn man beim Barbecue nur den Salat isst. Kann man machen, ist aber irgendwie Scheiße. Aber beim Barbecue bekommt man ja auch keine Gage.

7 – Top 10 der DJs mit den besten Marketingkenntnissen im Socialnetwork

Als DJ ist heutzutage der Skill eigentlich eher zweitrangig. Gute Musik? Gute Sets? Ach wer brauch denn das, wenn genug Ahnung im Marketing vorhanden ist. Deine Sets können ruhig unterdurchschnittlich sein. Deine Musik suchst Du Dir aus den Sets der Anderen zusammen. Wichtig ist, Du brauchst ein hippes Logo und alles was Du nun noch machen musst, ist Dich gut zu vermarkten. Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat, Youporn ..  was auch immer. Statt Deine DJ-Skills zu erweitern oder Musik auf Beatport und Juno durchzuhören nutze Deine Zeit und geh der Welt im Socialnetwork so richtig auf die Eier. So lange, bis jeder Veranstalter und jeder Club deinen DJ-Namen ständig und überall liest. Denn dann hast Du es erreicht. Denn wer so oft überall zu lesen ist, der kann ja nur der Bringer sein. Bookings are incoming.

8 – Top 10 der fleißigsten Facebook-Event-Trolls

Sie sind des Veranstalters und Clubs treuster Kommentator in den Facebook-Events. Normalerweise leben sie im echten Leben unter Brücken. Doch der extra teuer angeschaffte W-Lan-Hotspot dient nur einem Zweck. Sich schnellsten in Facebook-Events verewigen zu können:  Boar der Eintritt is ja mal viel zu günstig. – Ey, so ein mega krass gutes Line Up, was Ihr da habt. – Die Türsteher haben mich nicht abgewiesen, warum das denn? –  Die Anlage war noch nie Scheiße.  – Die Toiletten sind, im Gegensatz zu meiner zu Hause, richtig sauber am Ende der Party.

9 – Top 10 der Tracks, die uns zu den Ohren auskommen

Das Phänomen kennt man aus dem Radio. Jeden Tag die selbe Leier aus aktuellen Titeln, die gerade angesagt sind. “Oh yeah. Das hab ich ja erst seit 30 Minuten nicht mehr gehört.” Die Hits runterdudeln bis man kotzen muss. Das Prinzip funktioniert auch im Club, auf Open Airs und Festivals mit elektronischer Musik. Meist wohl deshalb, weil sich jeder DJ denkt, dass die Beatport-Hitlisten ihre Berechtigung hätten und die anderen DJs, sich wiederum brav Notizen machen bei anderen DJs. Das “Wankelmut-One-Day-Desaster” von 2012 haben nur wenige unbeschadet überlebt. Auch das “Sonnentanz-Klangkarussel-Debakel” war am Ende nur noch schwer zu ertragen. Dann gibt es da noch die Alltime-Klassiker, die man eigentlich nur aller paar Jahre mal wieder spielen sollte, aber komischerweise denke sich das alle andauernd und zwar jedes Jahr. Und so kommen sie uns zu den Ohren raus die “Jaguar”, “Loverboy”, “Man with the red face” usw. usw…

10 – Top 10 der Deejanes, die nur gebucht werden weil sie Fickschnitzel sind

Der weibliche DJ, oder auch Deejane genannt ist ein Wesen voller Missverständnisse. Denn nicht alle werden gebucht, weil sie einen super Sound spielen und diesen auch noch in ein gutes Set verpacken, vielleicht sogar noch geile Produktionen am Start haben. Nein, es gibt da noch die anderen. Wenn dem Booker nämlich schon fasst die Hose platz, dann mit Sicherheit auch dem Publikum, zumindest dem meist männlichen Part. Booking confirmed.

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5 Antworten

  1. Gebruenn sagt:

    Oh ja: ich liebe Top 10 Listen! Und wenn man sie dann auch lesen darf, weil sie mal unglaublicherweise nicht von RTL kommen, DANN WILL ICH DIE AUCH LESEN!!!
    Da gibt es nur ein Problem… Wo sind sie?! Kann sie nicht finden!!! Jetzt werde ich stinkig :-#
    Jede Menge Einleitungen, ABER KEINE LISTE?! Werden die noch nachgereicht, bitte?
    (Oder habe ich irgendetwas nicht gerafft?)

    • Grille Grille sagt:

      Na ja, in der Tat.. nur halb gerafft.. … aber macht ja nix. Hast ja dennoch drauf geklickt, um zu lesen. Gotcha 😀 … aber vielleicht reichen wir die jeweiligen “einzel Top 10” nach .. per Communityabstimmung?!?.. aber wir haben Angst…. was ist wenn der satirisch humoristischen Ansatz ernst genommen wird?.. dann wird gehatet, Fans von irgendwelchen Pettingmukkeliveacts sind beleidigt und am Ende heult jemand. Das kennt man doch. Das Internet ist nun mal for Porn und Katzen 😜 … der Rest macht nur Probleme. Aber wir werden mal in uns gehen und bei einem Chai und ner starken Zigarette drüber meditieren. Ohmmmmmmmmm

  2. Flo sagt:

    Wo sind die top ten der Fickschitzel? 🙂 du chauvinist!

  3. Vanessa sagt:

    Gibt es diese Wichtigmuschi, die so gerne Quizfragen stellt, etwa immer noch? Sry war schon lange nicht mehr dort, weiß es also wirklich nicht.

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