Awaken-Team verabschiedet sich aus Frankfurt

1780947_296921857127658_284660192_o[1]Das Giessener Veranstaltungs-Team von Awaken gibt mit einem Statement seinen Abschied aus der Frankfurter Clublandschaft bekannt und spricht dabei interessante Dinge an. Bisher war die Veranstaltung Awaken einmal im Jahr im Tanzhaus West auf mehren Floors vertreten. Dieses Jahr wird dies nicht so sein. Für 2016 wird ausserhalb Frankfurts geplant. Hier das Statement:

Liebe Fans, liebe Familie.

Wir müssen euch leider mitteilen dass die Awaken für 2015 ausfällt. Zudem werden wir uns von der Frankfurter Techno-Szene distanzieren.

Wir haben uns nach reiflicher Überlegung leider dazu entschieden nicht weiter in Frankfurt zu veranstalten. Die Frage nach dem „Wieso“ ist natürlich groß und wir wollen euch auch nichts vor machen, jedoch wird einem Veranstalter in Frankfurt die Arbeit unnötig schwer gemacht. Einige Agenturen nehmen Künstler unter Vertrag die einigermaßen gut ankommen und bilden sogenannte „Exklusiv-Verträge“. Diesen Künstlern wird dann vertraglich untersagt in gewissen Locations und/oder auf gewissen Veranstaltungen aufzulegen.

So etwas widerspricht unserer Vorstellung von „Zusammenhalt“ und wir legen sehr viel Wert darauf, auch mit anderen Veranstaltern und Locations zusammen zu arbeiten und nicht gegeneinander, wie es in Frankfurt leider der Fall ist.

Wir haben natürlich eine Wiedergutmachung geplant, leider erst für 2016. Wir werden uns in einer anderen Stadt niederlassen und haben auch schon einiges dafür in die Wege geleitet.

Um natürlich unsere Frankfurter nicht einfach da stehen zu lassen, werden bei allen kommenden Veranstaltungen sehr Kostengünstige Transfermöglichkeiten zur Verfügung gestellt!

Wir hoffen auch in einem anderen Ort auf euch zählen zu können.

Euer Awaken-Team

Quelle: Facebook Awaken

Wir können die Gründe, die hier aufgeführt werden zum Teil nachvollziehen. Denn auch wir haben immer wieder Probleme Künstler nicht buchen zu können, da diese bereits bei anderen Veranstaltern verpflichtet sind und somit keine anderen Bookings im Frankfurter Raum mehr annehmen.

Natürlich sollte man als Veranstalter darauf achten, dass man Künstler nicht zu tote in der Region bucht. Natürlich klärt man auch, dass der Künstler nicht unbedingt ein paar Wochen zuvor in der Region gespielt hat. Ein guter Veranstalter, wie auch Agentur achtet darauf und dies ist völlig ok.

Anderweitig passiert es sonst wie Anfang des Jahres, als sich eine ukrainische Deejane mehr oder weniger hier in der Region ins Aus gespielt hat. Denn die Agentur dahinter hatte scheinbar nur Interesse ihrer Künstlerin so viele Bookings, wie es nur geht zu verschaffen. Das Ende vom Lied war, das besagte Deejane über Wochen hinweg im Rhein-Main-Gebiet vertreten war und in fast jeden Club spielte. Doch nun hat man sie seit Monaten in keinem Line Up mehr vorgefunden.

Eine andere Seite der Medaille ist, wenn Agenturen exklusive Deals eingehen und gleich mal die komplette Künstler-Liste für nur einen Veranstalter in der Region blocken. Am Ende bekommt man noch nicht mal mehr die Künstler, mit denen man zuvor schon erfolgreich zusammen gearbeitet hatte, diese aber am Ende doch nur einmal im Jahr in der Region spielen.

Das Veranstalter Künstler für mehrere Veranstaltungen im Jahr unter Vertrag nehmen ist im Grunde ja auch ok. Dies verschafft dem Veranstalter, wie auch der Agentur und Künstler Sicherheit. Doch oft spielt der Künstler dann für viele Monate nicht mehr in dieser Region und andere Clubs und Veranstalter haben dennoch keine Chance in dieser Zeit ein Booking zu bekommen.

Es hat sich da leider wirklich ein seltsamer Trend entwickelt, der es einen als Veranstalter ab und an sehr schwierig macht seine Vorstellungen bei Bookings umzusetzen. Es ist natürlich gut darauf zu achten, dass sich Künstler in Regionen nicht tot spielen. Doch wäre ein Mittelweg bei den Praktiken der Agenturen und Mitveranstaltern ab und an wirklich besser, um auch Anderen wieder bessere Chancen zugeben sich mit Ihren Line Ups zu entfalten.

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1 Antwort

  1. Robin sagt:

    Sehr Schade für die Region, aber ich finde es gut, dass jemand die Konsequenzen daraus zieht, es ausspricht und sich von der Region distanziert.

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