Clubschließung – Die Freiheit 2112 hat die Türen zu

freiheit_down2Was wurde lautstark rumgeschluchzt, als ein Club nach dem Anderen in Frankfurt geschlossen wurde. Es wurde geheult und geschimpft, dass Frankfurt keine Clubs mehr hätte, welche die elektronische Musik abseits des Mainstreams spielen würden. Es war ja auch kein Wunder. Waren doch der Wegfall des Monza, Cocoonclub, der Bar99 und des U60311 spürbar für die Szene.

Ende September 2014 machte dann endlich ein neuer Laden seine Türen auf. Mit der Freiheit 2112 auf der Hanauer Landstraße erhielt Frankfurt einen wirklich  schönen neuen Laden mit ordentlicher Soundanlage. Der Start war leider etwas holprig und wirkte sich auch auf die darauf folgenden Monate aus. Ein roter Faden war bei den Veranstaltungen dadurch schwer zu erkennen. Dennoch, so ziemlich jeder aus unserem Umkreis, der schon einmal dort zu Gast war, fand die Location zumindest gut. Sogar in unserer Jahresabrechnung 2014 schaffte es die Freiheit unter die Top 5.

Aber auch das ein oder andere namenhaften Booking schaffte es nur sehr selten  die Frankfurter Szene in die Freiheit zu bekommen.  Man fragte sich wo denn auf einmal alle waren, die sich doch so lauthals beschwert hatten,  es gäbe nicht mehr genug Clubs in Frankfurt? Die Konzequenz daraus waren schon mal kurz zuvor gecancelte Bookings des Headliner, lokal ausgerichtete Line Ups und kurzfrist geplante Abende.

Es gab zwar ein paar wenige wirklich gut besuchte Partys, doch zu oft blieb das Publikum fern an den Wochenenden. So wirklich verstehen konnte man dieses Verhalten der Szene nicht, die einen den Eindruck vermittelte diese Location mehr oder weniger zu ignorieren.

Die Freiheit2112 ist seit dem Osterwochenende dicht. Eine offizielle Meldung von den Machern bleibt noch aus, aber Fotos vom aktuellen Zustand der Locationen machen bereits auf Facebook bei „EAST SIDE LIFE * Good News aus Frankfurts Osten“ die Runde und zeigen keinen schönen Anblick. Schade, schade, schade….

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Fotos by EAST SIDE LIFE * Good News aus Frankfurts Osten

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13 Antworten

  1. Andrea sagt:

    Schade… da hab ichs nicht hingeschafft 🙁

  2. lory sagt:

    Ich versteh es auch nicht so ganz. Mir kommt es so vor als gäbe es nur noch das THW und das MTW.
    Und schuld ist .. Facebook 😀 shitstorms sind immer noch die beste Werbung und über die Freiheit gab es leider keinen Shitstorm. Vielleicht hätte man Ronja mal fragen sollen..

  3. Ramsi Al Hashash sagt:

    Sorry aber man hat als Betreiber leider sehr wenig gemacht um die Szene in den Club zu bringen. Desweiteten hing wohl noch der King Kamehmeha „Geist“ über der Location. Adi Goldmann ist auch als Besitzer nicht mehr wirklich hilfreich. Das gesamte Uniongelände braucht ein Konzept um Gäste aus der Innenstadt wieder auf die Hanauer Landstraße zu bringen. Das Bar und Club hopping in der Innenstadt ist im Moment fast unschlagbar.

  4. Benny sagt:

    Lag vielleicht auch an diese Mainstream Location ….

    Wenn ich Elektronische Musik hören willl …fahre ich in den Osten …beste Location`s und richtig gefeiert wird dort auch 🙂

  5. Hans Peter sagt:

    Finde es schade, dass hier bilder von Räumen gezeigt werden, die gar nicht im club genutz sondern nur als Lager verwendet wurden, um hier eine verlassene Atmosphäre darzustellen.

    Schwache Leistung, die alten Besitzer so darstellen zu wollen.

  6. Papa J. sagt:

    …es fehlte bei dem Projekt das Herz, das wirkte sich nach Außen aus.
    Die neuen Bilder Beweisen das.

  7. Mortadella sagt:

    Die Chance einen schicken Club in Frankfurt „abzureißen“, um einen Elektroschuppen mit guten Lineups zu etablieren, haben die Betreiber leider etwas verschenkt. Der Club war gut, aber nicht authentisch. Von der Eröffnung hat man leider auch kaum Wind bekommen. Dennoch war die Idee keine schlechte und das Potenzial groß. Um in der Szene Platz zu finden benötigt man allerdings weniger die coolen Lichteffekte, sondern viel mehr die richtige Interpretation um den Charme eines solchen Clubs zu treffen. Alleine der Name hat die gewollte Zielgruppe weit verfehlt. Leider konnten das auch die teilweise sehr guten Acts nicht mehr ausgleichen.
    Schade!

  8. wervollabgefahrenes+ sagt:

    Erstmal gut,dass es überhaupt wieder einen Club gab. Ich würde sagen,unsere Szene ist deckt ein Spektrum an Leuten ab von *Ich will nur im echten Ungerground feiern*und Leute die eher *Laufkundschaft* sind. Dazwischen gibt es dann alles. Ein Club muss daher entsprechend positionieren. Will man eben die breite Masse,kostet es einfach viel Geld und es braucht länger als 6 Monate um am Markt anzukommen. Will man „der“ Underground sein, geht es billiger,aber man darf einfach eine gewisse Größe nicht überschreiten und man die richten Szeneleute kenne, die wieder die richten Leute kennen.Dazu kommt dann noch,dass die Gäste als Referenz alles von Berlin bis ins Robert Johnson heranziehen können und natürlich vergleichen. Aber das sind einfach Sachen für sich,die man nicht künstlich einfach so herstellen kann,sondern die wachsen müssen. Nach meiner Erfahrung bringt es daher nix,zu versuchen mit fetten Headlinern Leute von wo anders abzuziehn. Die Leute müssen es auch bei den Residents schon geil finden,nur dann empfehlen sie den Laden weiter. Das der Geist des Kinka noch präsent war,würd ich auch als ein Manko bezeichnen. Den Laden gab es schliesslich auch lange Zeit und die Leute wissen das noch. Insofern finde ich hat ein neuer Club vor allem dann ne Chance wenns auch ne ganz neue Location ist. Die zu finden und ihre Potential im Vornherein zu bewerten ist auch eine Kunst die ein Clubbetreiber beherrschen muss.

  9. gehtgut sagt:

    Irgendwie etwas seltsam, was ihr da schreibt…?

    „Der Start war leider etwas holprig und wirkte sich auch auf die darauf folgenden Monate aus. Ein roter Faden war bei den Veranstaltungen dadurch schwer zu erkennen“

    „Man fragte sich wo denn auf einmal alle waren, die sich doch so lauthals beschwert hatten, es gäbe nicht mehr genug Clubs in Frankfurt? “

    Von Anfang an, bestand das Line Up doch aus „unbekannten“ Künstlern?! Hat man ja auch auf der Homepage von Freiheit2112 gesehen.

    Erkennt man dort nicht, wo der Fehler lag?
    Korrigiert mich, wenn ich falsch liege… 🙂

    Beste Grüße

    • Grille Grille sagt:

      Das stimmt so nicht. Es gab durchaus Namenhafte Bookings. Gleich am Anfag z.B. Radio Slave, Ian Pooley, Schlepp Geist live, Ada live später dann Namen wie Ark, Markus Meinhardt, Finnebassen, Barbara Tucker, A.N.A.L. und enige andere. Doch man kann sich vorstellen was ein Abend an Kosten alleine bei den Gagen verusacht, wenn niemand kommt. Daraus sind dann teil kurzfristige Line Ups mit Locals entstanden. Notlösungen.

  10. joanaE sagt:

    Also meiner meinung nach gab es einfach viel zu wenig Werbung. Ich selbst habe davon sehr wenig mit bekommen. Was ich selbst sehr traurig finde. Doch hätte ich davon wind gekriegt wäre ich ganz sicher mal vorbei gekommen. Doch in der tat schade, das es jetzt so ist wie es ist. An ende kann jedoch die Szene nichts dafür.

  11. Gregor sagt:

    …was bedeutet heute überhaupt viel Werbung ? In wenigen Augenblicken kann man sich einen Überblick über das Clubprogramm einer Stadt machen, und wer nur ein wenig Interesse an Clubs hat wird doch wohl zumindest mitbekommen haben das es die Freiheit gibt. Ich glaube das es heute viel komplexer ist als früher wo man einfach viele Flyer hatte und in allen Partyheftchen präsent war. Ich glaube es war zwar nie so einfach die Leute auf einen Club aufmerksam zu machen aber auch nie so schwer die Leute dann auch wirklich zu mobilisieren.

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