Sven Väth wird mit Goethe-Plakette geehrt

Wie das Journal Frankfurt bereicht möchte die Stadt Frankfurt Sven Väth mit der Goethe-Plakette auszeichnen. Update: mitterweile ist von der Stadt Frankfurt bestätigt wurden, dass Sven sie erhalten wird.

…das Omen steht zehn Jahre lang, von 1988 bis 1998 für die Avantgarde von Techno und House, der Sound aus der Junghofstraße tritt seinen Siegeszug über den ganzen Planeten. Damit verbunden auch die Stadt Frankfurt – und jene ist es nun, die den im vergangenen Jahr 50 gewordenen Sven Väth mit der Goetheplakette der Stadt auszeichnen wird. So hat es eine Jury aus Stadträten, Politikern und dem Oberbürgermeister entschieden. Die Zustimmung des Magistrats gilt als Formsache, im Frühling schon könnte Sven Väth die hohe Auszeichnung erhalten.

Quelle: www.journal-frankfurt.de

Die Stadt Frankfurt ehrt mit Sven Väth nicht zum ersten Mal einen DJ. Im Jahre 2010 erhielt Andreas Tomalla alias Talla 2XLC die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt.

Schön wäre es ja, wenn die Stadt Frankfurt sich nicht nur in Ehrungen für die elektronische Musikkultur einsetzen, sonder auch aktiv an Ihrem Erhalt beteiligt wäre. Die Frankfurter Clubkultur für elektronische Musik hatte es in den letzten Jahren wahrlich nicht einfach. Viele Clubschließungen standen auf dem Programm. Der Streit um das U60311 geht nun schon seit ein paar Jahren und die Location ist ungenutzt. Im Tanzhaus West wurde mit einen übertrieben Aufgebot von weit über 100 Polizisten eine Razzia durchgeführt und stellt einen kontraproduktiven Punkt im sonst offenen Dialog mit dem Club dar. Es gibt keine Förderung oder Unterstützung, wenn es um die Erschließung von neuen Locations und Orte für Open Air´s geht.

Ander Städte in Deutschland gehen da mit besserem Beispiel voran. Es wäre für Frankfurt wahrlich ein schöner Schritt, wenn man sich nicht nur mit den  Errungenschaften bekannter Köpfe rühmen würde, sonder sich auch aktiv für den Erhalt dieser Szene einsetzt. Denn mit solchen Ehrungen kann die aktive Jugend nur wenig anfangen, wenn die Möglichkeiten zum Ausleben mit elektronischer Musik immer begrenzter werden.

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3 Antworten

  1. Ich würde das gerne aufgreifen, aber um es in die Stadtverordnetenversammlung als Antrag einzubringen, müsste es konkreter sein: Wie genau werden die Clubszene und elektronische Musik in anderen Städten gefördert? Was tun diese, um neue Locations zu erschließen? Was konkret kann/soll die Stadt Frankfurt tun?

    • Boris Herbel sagt:

      Zum Beispiel geeignete Flächen, die ausserhalb liegen und Anwohnerstörungen ausschliessen, vor Ort ansässigen Eventagenturen für Open Airs zur Verfügung stellen. Solche Flächen gibt es sicher zur genüge!

  2. Grille Grille sagt:

    Halllo Martin, erst mal danke für diesen Vorschlag. Ich werden Deinen Kommentar an eine etwas kompetentere Quelle bei uns im Verein Clubs am Main weitergeben. Denn zu diesen Thema sind schon Bestrehbungen am Laufen. So z.B. wenn es darum geht Flächen für Open Airs zur Verfügung zu stellen. In Erfurt und wenn ich es richtig im Kopf habe auch in Leipzig lassen die Städt kleine Open Airs, die sonst als illegal gelten würden zu. Leider find ich den Bericht dazu nicht mehr im Netz. Ist schon 2 Jahre alt.

    In Hamburg übernimmt die Stadt wiederum die Gema-Gebühren und entlastet so Clubs.

    http://www.laut.de/News/GEMA-Gebuehren-Hamburger-Behoerde-zahlt-fuer-Clubs-12-10-2009-6995

    Wie dem auch sei. In Frankfurt merkt man von der einstigen großartigen Stadt, die Techno und die elektronische Musik mit erfunden hat nichts mehr. Große Künstler wie Sven Väth wohnen im Ausland mitterweile. Viele Clubs sind geschlossen wurden und es finden sich kaum neue Flächen für neue. Ich bin mir sicher die Stadt hätte da einiges, was irgendwo brach liegt und genutzt werden könnte.

    Auch die Represalien gegen unsere Szene nehmen wieder enorm zu. Polizeikontrollen von Passanten vor Clubs, nun die Razzi im Tanzhaus West. Dabei ist jeder After-Work-Club und Mainstream-Laden genau so angreifbar. Denn illegale Substanzen sind kein Problem der Technoszene allein mehr. Es ist ein Problem in allen Gesellschaftschichten und in jeder Musikszene werden diese konsumiert. Daher sind die Gägelungen von Besuchern kontraprodutiv für eben diese, die Clubs, die Wirtschaft und den Ruf der Stadt.

    Elektronische Musik und auch die anderer Subkulturen sind ein wichtiger Teil für das urbane Zusammenleben in dieser Stadt. Die Menschen und vorzugsweise junge Menschen benötigen Orte an denen sie Musik und gesellschafftliches Beisammensein ausleben können. Doch gerade in unsere Szene ist es immer weniger und schwerer geworden Orte zu finden an denen das geht. Ich bin mir sicher, dass in Form von besserer Kommunikation und der Unterstüzung von Ämtern vielleicht z.b. aus dem Kulturbereich, man eniges verbessern könnte. Es wäre schön wenn Frankfurt ein wenig freier und offener für Clubkultur und deren verschiedenen Szene werden würde.

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