Beatport – Bald auch als Streamingdienst

Streamingdienste für Film und Musik sind immer weiter auf dem Vormarsch und nun will auch Beatport mitmischen. Ob wohl die Nachricht überrascht ist die Konsequenz, ins Streaming-Geschäft einzusteigen, nachvollziehbar. Als größter Online Mp3-Shop für Elektronische Musik weltweit und den Verkauf an SFX Entertainment im Februar 2013, ist dieser Schritt nur logisch. Denn es geht natürlich darum, dass man neue Geschäftsfelder erobert und am Puls der Zeit bleibt.  Angeblich soll das Konzept für den Store in Zukunft so aussehen, dass durch Werbeeinblendungen das Anbieten von Musik per Stream finanziert werden soll. User können im Gegenzug alle Songs in voller Länge und in hoher Qualität anhören.

Wer nun darum bangt, dass er in Zukunft keinen Lieferanten mehr für Techno und Co. in digitaler Form zum Downloaden hat, der kann beruhigt sein. Parallel zum Streaming-Angebot wird es weiterhin die Möglichkeit geben Mp3s zu kaufen. Ob die Verkäufe aus dem Store mit der Einführung des Streamings sinken werden, dies bleibt abzuwarten. Denn bisher war Beatport vor allem eins, eine Portal für DJs. Wie hoch der Anteil an Käufern ohne diesen Background war kann man nur spekulieren. Zudem wollen viele ihre Lieblingstracks dennoch portabel im Handy oder MP3-Player dabei haben. In wie weit die Labels beim Streaming vergütet werden ist bisher nicht bekannt.

Interessant sind einige Hintergründe und Überlegungen, die auf www.dance-charts.de veröffentlich wurden.

Seit langem wird hinter vorgehaltener Hand spekuliert, dass bereits wenige hundert oder sogar nur wenige Dutzend Mp3-Verkäufe ausreichen, um in den Beatport-Charts oben mitzuspielen. Sollten solche Gerüchte stimmen (und Indizien legen das nahe), kann man sich an einer Hand abzählen, dass das Geschäftsmodell von Beatport bislang auf wackeligen Beinen stand.Mit der enorm hohem Anzahl an Unique Visitors pro Tag bietet der Shop allerdings großes Potential für Werbung. Labels und Künstler werden sicherlich schnell sein und hier attraktive Werbeplätze buchen. Mit einem kostenlosen Streaming-Angebot dürften sich die Besucherzahlen nochmals deutlich steigern, was sich wiederum auf erhöhte Werbeeinnahmen auswirkt.

BEATPORT & SFX

Bereits im Jahr 2012 verzeichnete Beatport einen Verlust von mehr als 1,5 Millionen Dollar. Für 50 Millionen US-Dollar (38 Millionen Euro) ging Beatport dann Anfang 2013 an SFX Entertainment und wurde verkauft. SFX Entertainment kündigte kurz nach der Übernahme radikale Einsparungen an. Jetzt den nächste Schritt: Beatport wird vom einen Mp3-Store für EDM zu einem Streaming-Dienst, der sich durch Werbung finanziert.

Beatport-Geschäftsbericht (2012):

  • Einnahmen 48,5 Mio. US-Dollar, Verlust 1,5 Millionen US-Dollar
  • Beatport hat 200.000 registrierte DJs und mehr als 40 Millionen “unique site visitors” im Jahr
  • Beatport hat 2.5 Millionen Songs von 22.000 Tausend Labels im Katalog
  • Beatport generiert 4 Millionen Streams pro Tag
  • Der Markt für EDM wurde für das Jahr 2013 auf 4.5 Milliarden US Dollar taxiert

via www.dance-charts.de

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