Love Family Park 2014 – Frühzeitiges Ende wegen extremen Unwetters

Nach den vielen Wirren, um den Love Family Park, fand dieser nun am 6. Juli 2014 in Mainz auf dem Messegelände statt. Um das Gelände attraktiv zu machen hatte man extra Rollrasen in der Größe von drei Fußballfeldern verlegt. Die 15.000 Quadratmeter aus niederländischer Produktion kosteten den Veranstalter ca 90.000 Euro. Das Publikum hat den Rasen jedenfalls sehr positiv aufgenommen.

Die Premiere auf der neuen Location konnte man zweifelsfrei als gelungen bezeichnen, auch wenn es wie jedes Jahr die üblichen Diskussionen in den Sozialen Netzwerken danach gab.

Unschön war das Ende der Veranstaltung mit seinen 17.500 Besuchern. Denn gegen 21 Uhr musste der LFP wegen eines schweren Unwetters mit Winden von Orkanstärke früher als geplant beendet werden. Dabei  verletzten umherfliegende Gegenstände sieben Besucher. Vier von ihnen kamen ins Krankenhaus.

Das man gegen die Wetterkapriolen nichts kann, dies ist den Besuchern des LFP bewusst. Dennoch gibt es die ein oder andere Kritik am recht späten Abruch der Veranstaltung, da die Unwetterwarnungen bereits am Nachmittag bekannt waren. Wie diverse Videos im Netz zeigen, wurde beim Eintreffen des Sturms das Publikum ziemlich überrascht von dessen Stärke.

Wir hoffen, dass es den Verletzten wieder gut geht und auch sonst niemand größeren körperlichen Schaden erlitten hat. Der materielle Schaden ist noch nicht abzusehen, da laut diversen Aussagen auch einige Fahrzeuge von Besuchern in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Update 17:00 Uhr: Mittlerweile wurde vom Veranstalter ein umfangreiches Statement veröffentlicht.

Liebe Love-Family-Park-Besucher,zunächst möchten wir uns bei euch dafür bedanken, dass ihr mit uns nach Mainz gekommen seid und unser neues Gelände dort so gut angenommen habt. Der Love Family Park 2014 war bis 21 Uhr ein tolles Fest, das leider auch für uns einen unerwarteten Ausgang nahm. Wir möchten euch mit diesem Statement darüber informieren, welche Schritte und Entscheidungen dem Abbruch der Party vorangingen und welche Schutzmaßnahmen im Hintergrund liefen.

Wie ihr dem hier beigefügten offiziellen Polizeibereicht entnehmen könnt, lief das gesamte Prozedere stets in enger Abstimmung und guter Zusammenarbeit mit den Ordnungsbehörden. Während des Festivals hatten wir einen Diplom-Metereologen vor Ort, der uns ständig über die aktuelle Wetterlage informierte. Dieser benachrichtigte uns um 20 Uhr, dass möglicherweise bereits vor Ende der Veranstaltung starker Wind und Regen über das Gelände ziehen könnten. Unmittelbar nach dieser Warnung leiteten wir die im Sicherheitskonzept vorgesehenen Maßnahmen für eine eventuelle Räumung des Geländes ein.

Im Falle eines heranziehenden Unwetters müssen zuerst sturmgefährdete Objekte abgebaut werden und die Sichtschutzmatten der Zäune entfernt werden, damit der Wind ungehindert durchfließen kann und die Gitter nicht umkippen. Die Ausgänge müssen verbreitert werden, damit die Gäste das Gelände ungehindert verlassen können. Und es mussten so viele Busse wie möglich bereit gestellt werden, damit Besucher bestmöglich abtransportiert werden konnten.

Alle diese Vorbereitungen liefen bereits ab 20 Uhr und wurden schnellstmöglich umgesetzt. Sie waren Voraussetzung für eine eventuell sich anschließende sichere Evakuierung des Festivalgeländes, die dann leider auch eingeleitet werden musste. Die cosmopop GmbH legt zu jeder größeren Veranstaltung in Deutschland ein detailliertes Sicherheitskonzept vor, das in enger Kooperation mit Polizei, Feuerwehr und Behörden erarbeitet wird. Dieses Sicherheitskonzept beinhaltet einen Maßnahmenkatalog, wie im Falle eventueller Gefahren vorzugehen ist. Eine sichere Evakuierung bedarf einer vorbereiteten Infrastruktur, diese muss vor der Evakuierung bereit gestellt werden, und dies bedarf einer gewissen Zeit. Mit Erhalt der Vorhersage haben wir diese Vorbereitungen unmittelbar eingeleitet und uns dabei stets eng mit Polizei und Behörden abgestimmt.

Um eine gesicherte Evakuierung durchzuführen, ist die Einhaltung vorgeschrieben Maßnahmen durch alle Beteiligten unabdingbar. Nur so können wir die Sicherheit unserer Besucher bestmöglich gewährleisten. Als der Meteorologe um 21 Uhr die Warnung heraus gab, dass das Unwetter das Festivalgelände in 30 bis 40 Minuten erreichen könnte, möglicherweise aber auch früher, beschlossen Polizei, Feuerwehr und wir gemeinsam die sofortige Evakuierung. Auch diese Räumung folgte streng den im Sicherheitskonzept beschlossenen Maßnahmen unter Führung der Polizei. Nach der Lautsprecherdurchsage der Polizei um 21:10 Uhr dauerte es nur noch wenige Minuten, ehe der Sturm über einen Teil des Geländes herein zog, während an anderen Stellen noch die Sonne schien. Dies kam für alle unerwartet schnell.

Eine Evakuierung ist keine einfache Entscheidung, da auch sie gewisse Risiken mit sich bringt. In diese Evakuierung waren inklusive Polizei, Feuerwehr, Behörden und unserem Sicherheitspersonal etwa 400 Personen eingebunden. In diesem Fall und in Anbetracht der Kurzfristigkeit und der Umstände ging das Sicherheitskonzept aus unserer Sicht und auch aus Sicht der Polizei voll auf.

Die sieben leicht – größtenteils mit Platzwunden – verletzten Festivalbesucher konnten vom Rettungsdienst erstversorgt werden, vier davon wurden in der Klinik weiter behandelt. Wir bedauern dies zutiefst und wünschen den Verletzten eine gute und schnelle Genesung. Kommt ein Sicherheitskonzept zum Einsatz, sehen die Maßnahmen die Sicherung aller Menschen auf dem Gelände vor, natürlich auch unserer Mitarbeiter. Daher dürfen bei einer Evakuierung auch keine Kassen, Theken oder Standbereiche geöffnet bleiben, denn auch unser Personal muss aus der Gefahrenzone gebracht werden.

Im Moment sind wir damit beschäftigt, die größten Schäden zu beseitigen und das Gelände zu räumen. Wir möchten euch daher um Verständnis bitten, dass wir erst in den nächsten Tagen zu euren weiteren Fragen Stellung nehmen können. Wir möchten uns an dieser Stelle bei Polizei, Feuerwehr, Sanitätsdienst, Ordnungsbehörden, unserem Sicherheitsdienst und bei allen in die Veranstaltungsabwicklung involvierten Personen bedanken, die diese Evakuierung so professionell umgesetzt haben.

Eure Love Family Crew

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